Die beste Smartphone-Kamera der Welt? Reisefotografie mit dem OPPO Find X9 Ultra

Die letzten Jahre haben eindrucksvoll gezeigt, wie schnell sich Smartphone-Kameras weiterentwickeln. Trotzdem blieb für mich immer eine klare Grenze bestehen: Für ernsthafte Reisefotografie greife ich zur Kamera, nicht zum Smartphone. Zu groß waren bislang die Unterschiede besonders bei der Bildqualität, auch wenn natürlich mehr Flexibilität gegeben ist.

Und dann ist jetzt das OPPO Find X9 Ultra rausgekommen und meine bisherige Meinung sollte auf den Kopf gestellt werden!

Dieser Blogpost ist in Zusammenarbeit mit OPPO entstanden. Dennoch ist es für mich wichtig zu erwähnen, dass ich hier meine Meinung frei äußere, Schwachpunkte darstelle und ganz unbefangen darlege, warum ich dieses Smartphone so gut finde.

Einleitung: Ein Smartphone für echte Reisefotografie?

Auf dem Papier bringt das Gerät einiges mit, was man so bisher eher aus der klassischen Fotografie kennt: Mehrere Brennweiten, einen echten optischen Zoom (10x) und einen klaren Fokus auf Bildqualität statt reiner Software-Spielereien. Gerade für meine Art zu arbeiten: Viel unterwegs, wechselnde Lichtbedingungen, spontane Situationen, klingt das erstmal nach einem passenden Setup.

Die entscheidende Frage ist aber: Kann ein Smartphone wirklich ein ernstzunehmendes Tool für meine Reisefotografie sein oder bleibt es am Ende doch nur eine praktische Ergänzung zum bisherigen Setup?

Im Laufe dieses Blogposts wirst du das Find X9 Ultra lieben. Vertrau mir!

Für mich geht es dabei nicht nur um technische Daten, sondern auch um den echten Einsatz draußen und um das Bauchgefühl in solchen Situationen. Sonnenaufgänge und Blaue Stunde in Städten oder schnelle Momente unterwegs. Genau dort zeigt sich, ob ein Gerät wirklich überzeugt oder eben nicht, und ich kann jetzt schon einmal verraten: Meine Fotokamera ist in der vergangenen Woche in Belgien und den Niederlanden oft im Rucksack geblieben! 

In diesem Beitrag nehme ich das OPPO deshalb nicht im Studio unter die Lupe, sondern genau da, wo es hingehört: auf Reisen. Mit einem klaren Fokus auf die Kamera, den Zoom, die Low-Light-Performance sowie die Videofunktionen und natürlich darauf, wie nah das Ganze an mein gewohntes Setup herankommt. 

Das Kamerasystem im Überblick

Schaut man sich das Kamerasystem des OPPO Find X9 Ultra genauer an, wird schnell klar, dass hier ein anderer Ansatz verfolgt wird als bei vielen klassischen Smartphones. Statt sich nur auf Software und künstliche Schärfe zu verlassen, setzt OPPO deutlich stärker auf echte Hardware – das merkt man schon an den verfügbaren Brennweiten.

Das Setup deckt mehrere klassische Bereiche ab, die man sonst eher aus einem Kamerarucksack kennt: vom Weitwinkel für Landschaften und Architektur (14mm) über Standardbrennweiten für Alltagssituationen bis hin zu einem echten optischen Telebereich (230mm), der deutlich über das hinausgeht, was man von Smartphones gewohnt ist. Gerade diese Flexibilität ist auf Reisen ein riesiger Vorteil, weil man nicht ständig zwischen verschiedenen Objektiven wechseln muss und das ganze Setup auch noch in die eigene Hosentasche passt. 

Was mir in der Praxis direkt aufgefallen ist: Die Auswahl zwischen den einzelnen Brennweiten wirkt sehr stimmig und hat sowohl in den Städten in Belgien und den Niederlanden, als auch in den ländlicheren Regionen perfekt das abgedeckt, was ich benötigt habe, um meine Fotos zu machen. 

Egal ob Weitwinkel oder Tele-Zoom. Mit dem OPPO Find X9 Ultra gibt es nichts, was du nicht fotografieren kannst.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Abstimmung der Sensoren untereinander. Oft ist es bei Smartphones so, dass sich die Bildqualität je nach Kamera stark unterscheidet. Hier wirkt das Ganze deutlich konsistenter - sowohl in der Schärfe als auch in der Farbwiedergabe. Das macht es einfacher, Serien oder Carousels zu erstellen, ohne später in der Bearbeitung alles angleichen zu müssen oder auf die Weitwinkelaufnahme am Abend zu verzichten, weil die Ecken mal wieder zu soft und unscharf sind. 

Natürlich ersetzt das Ganze kein vollständiges Kamera-Setup mit großen Sensoren und lichtstarken Objektiven (wobei die eingebauten Linsen insgesamt sehr lichtstark sind). Aber genau darum geht es auch nicht. Viel spannender ist die Frage, wie nah man mit einem so kompakten System an diese Qualität herankommt und ob es für bestimmte Situationen vielleicht sogar die bessere, weil schnellere Lösung ist. Am Ende kommt es vor allem auf die finale Verwendung der einzelnen Inhalte an. Dazu aber später mehr. 

Und genau an diesem Punkt wird es interessant, denn das Kamerasystem legt die Grundlage für das, was das Gerät wirklich auszeichnet: Allen voran der 10x optische Zoom, den wir uns im nächsten Kapitel genauer anschauen und von dem ich bereits jetzt ein riesiger Fan bin! 

Der Gamechanger: 10x optischer Zoom im Alltag

Wenn man über das Kamerasystem des OPPO Find X9 Ultra spricht, kommt man an einem Feature nicht vorbei: Dem echten 10x optischen Zoom. Und genau hier setzt OPPO technisch an einem Punkt an, an dem viele Smartphones bisher an physikalische Grenzen gestoßen sind.

Die meisten aktuellen Smartphones bieten einen optischen Zoom zwischen 3x und maximal 5x. Alles darüber hinaus ist in der Regel digital und damit oft mit sichtbarem Qualitätsverlust verbunden.

Beim Find X9 Ultra ist das anders: Hier kommt ein 50-MP-Telemodul mit echter 10-fach optischer Vergrößerung (ca. 230 mm Brennweite) zum Einsatz. Das bedeutet: Du fotografierst tatsächlich mit dieser Brennweite nicht hochgerechnet und hast dann hintenraus sogar nochmal die Möglichkeit, weiter reinzuzoomen und einen noch engeren Bildausschnitt zu erzielen. 

Dank des 10x optischen Zooms sind Bilder möglich, die früher nur mit großen Kamera Setups umsetzbar waren!

Die Technik dahinter: Periskop neu gedacht

Um das überhaupt in ein Smartphone zu bekommen, nutzt OPPO eine sogenannte Quintuple Prism Periscope Konstruktion. Cooler Name auf jeden Fall, aber was passiert da aus technischer Sicht? Vereinfacht gesagt wird das Licht im Inneren fünfmal gespiegelt, bevor es auf den Sensor trifft.

Der Vorteil:

  • deutlich längere Brennweite
  • ohne dass das Smartphone dicker wird
  • und gleichzeitig stabil genug für echte Tele-Aufnahmen

 

Zusätzlich arbeitet das System mit Sensor-Shift OIS, also einer Stabilisierung direkt auf Sensorebene, was extrem wichtig ist bei solchen Brennweiten, denn bei ~230mm Äquivalent merkst du jede kleinste Bewegung, was das Treffen einer guten Komposition manchmal etwas herausfordernd macht!

Vor allem in Städten ertappe ich mich immer wieder lieber Teleobjektive zu nutzen, um eher Details zu fokussieren.

Praxis auf Reisen: Wo der Zoom wirklich glänzt

Genau hier wird das Ganze für mich spannend. Denn auf Reisen gibt es unglaublich viele Situationen, in denen man mit klassischen Smartphone-Kameras einfach nicht nah genug rankommt, und im Endeffekt ist für mich der Einsatz eines Teleobjektivs ein Stilmittel, das ich seit vielen Jahren in meine Fotografie einfließen lasse: 

  • Details in Berglandschaften 
  • Architektur aus der Distanz
  • Wildlife oder Menschen aus der Ferne
  • Kompression von Landschaften (Layering-Effekt)

Und genau da liefert der 10x Zoom ab!

Was mir besonders aufgefallen ist: Die Bilder wirken nicht wie „typischer Smartphone-Zoom“, sondern deutlich näher an dem, was ich von einem Teleobjektiv gewohnt bin. Die Kombination aus hoher Auflösung und echter Optik sorgt dafür, dass Details erhalten bleiben und das Ganze auch noch natürlich aussieht, denn dank der Hasselblad-Kooperation sind die Farben authentisch und die typische Smartphone-Überschärfung eher dezent. 

 

Ehrliche Einordnung

So beeindruckend das Ganze ist, es gibt natürlich auch Grenzen:

  • Du brauchst Licht (wenn auch nicht extrem viel, dank offener Blende) oder zumindest einigermaßen ruhige Hände, denn der Bildausschnitt ist dann wirklich klein. 
  • Bewegung im Motiv wird schnell zur Herausforderung, vor allem wenn man dann auch noch auf eine Komposition achten möchte. 

 

Aber genau das ist eigentlich ein gutes Zeichen. Denn es zeigt, dass wir uns hier nicht mehr im klassischen „Smartphone-Kamera-Spielzeug“-Bereich bewegen, sondern in einem Setup, das sich deutlich mehr wie echte Fotografie anfühlt und die „Probleme“ mit sich bringt, die auch aus der Fotografie mit klassischen Fotokameras bekannt sind. 

Noch mehr Reichweite: Earth Explorer Kit & 300mm Objektiv

Als wäre der integrierte 10x Zoom des OPPO Find X9 Ultra nicht schon verrückt genug, hat OPPO zusätzlich noch das sogenannte Earth Explorer Kit vorgestellt. Und spätestens hier wird klar, dass sich das Gerät nicht nur an klassische Smartphone-Nutzer richtet, sondern auch ganz bewusst an Leute, die sich ernsthaft mit Fotografie beschäftigen.

Das Herzstück des Kits ist ein zusätzliches 300mm Teleobjektiv, welches mit Hilfe eines Adapters und der mitgelieferten Smartphone-hülle ganz einfach montiert werden kann. Im Find X9 selber muss dann nur noch der Telekonverter-Modus in der Kamera ausgewählt werden und los gehts! 

 

Warum 300mm auf Reisen spannend sind

Wer normalerweise mit Kameras fotografiert, kennt das Problem:
Lange Brennweiten bedeuten meist auch großes und schweres Equipment.

Gerade auf Reisen überlegt man sich oft zweimal, ob man wirklich noch ein zusätzliches Teleobjektiv mitnehmen möchte. Und genau hier wird das Earth Explorer Kit interessant, denn plötzlich bekommt man eine Brennweite, die normalerweise eher in Richtung Wildlife- oder Sportfotografie geht, in einem deutlich kompakteren Setup.

Die Freistellung, das Bokeh und die Details sind für mich nach wie vor kaum greifbar. Das sind Handyfotos!!!

Das eröffnet unterwegs komplett neue Möglichkeiten:

  • Details in weit entfernten Landschaften
  • Kompression von Bergen und Straßen
  • Wildlife-Aufnahmen
  • isolierte Architekturdetails
  • Mondfotografie
  • spontane Motive, die man mit normalen Smartphone-Brennweiten niemals erreichen würde

 

Vor allem dieser „Compression Look“ macht unglaublich viel Spaß. Also der Effekt, bei dem Berge, Straßen oder Häuser optisch viel näher zusammengerückt wirken. Genau das kennt man sonst eher von klassischen 200–400mm Objektiven an Vollformatkameras.

 

Überraschend ernstzunehmend

Was mich tatsächlich überrascht hat:
Das Ganze fühlt sich nicht an wie ein typisches Smartphone-Gadget.

Natürlich ersetzt so ein Setup kein professionelles 300mm f/2.8 oder 400mm Wildlife-Objektiv. Aber das erwartet auch niemand. Viel spannender ist vielmehr, wie viel Qualität und Reichweite man mittlerweile aus so einem kompakten System herausholen kann.

Gerade bei gutem Licht entstehen Bilder, bei denen man teilweise vergisst, dass sie mit einem Smartphone aufgenommen wurden. Besonders wenn man bedenkt, wie klein und leicht das gesamte Setup im Vergleich zu klassischem Kamera-Equipment bleibt.

Blaue Stunde & Low Light Performance

Einer der spannendsten Aspekte des OPPO Find X9 Ultra ist für mich ganz klar die Performance bei wenig Licht. Denn genau hier trennt sich bei Smartphone-Kameras oft schnell die Spreu vom Weizen.

Mittlerweile liefern viele Geräte tagsüber gute Ergebnisse. Wirklich schwierig wird es erst dann, wenn das Licht verschwindet: während der blauen Stunde, nachts in Städten oder bei Motiven wie dem Mond, bei denen gleichzeitig sehr helle und sehr dunkle Bereiche im Bild vorkommen.

Und genau in diesen Situationen hat mich das OPPO tatsächlich überrascht: Etwa im Vergleich zum iPhone 17 Pro Max, das komplett im Regen stehen gelassen wird. 

Solcher Bilder mit meiner Fotokamera aus der Hand zu dieser Tageszeit? Unmöglich!

Blaue Stunde: Die wohl schönste Zeit zum Fotografieren

Die blaue Stunde gehört für mich zu den spannendsten Lichtstimmungen überhaupt. Städte beginnen zu leuchten, der Himmel bekommt Tiefe und Farben wirken plötzlich deutlich atmosphärischer als tagsüber.

Gleichzeitig ist das aber auch eine der schwierigsten Situationen für Smartphones:

  • wenig Licht
  • starke Kontraste
  • viele kleine Lichtquellen
  • und oft Bewegungen im Bild

 

Was mir beim Find X9 Ultra direkt aufgefallen ist:
Die Kamera versucht nicht permanent, jede Szene künstlich taghell wirken zu lassen. Stattdessen bleibt die natürliche Stimmung der Situation erhalten. Genau das sorgt dafür, dass Bilder deutlich realistischer und hochwertiger wirken.

Besonders die lichtstarken Objektive helfen dabei enorm: Dadurch kann man selbst weit nach Sonnenuntergang noch erstaunlich lange aus der Hand fotografieren, ohne sofort auf einen Nachtmodus angewiesen zu sein.

Nicht ohne Grund ist die Blaue Stunde bei uns Fotoenthusiasten so beliebt!

Der Nachtmodus als Sicherheitsnetz

Und dann gibt es natürlich noch den klassischen Nachtmodus.

Das Spannende dabei: Ich hatte deutlich seltener das Gefühl, ihn wirklich zu brauchen (vielleicht in 10% der Fälle?). Genau das ist für mich eigentlich das größte Kompliment an die Hardware. Denn je besser Sensoren und Objektive arbeiten, desto weniger muss Software künstlich retten.

Wenn es wirklich extrem dunkel wird, hilft der Nachtmodus aber weiterhin enorm:

  • mehr Details in Schatten
  • bessere Kontrolle heller Lichtquellen
  • und insgesamt sauberere Ergebnisse aus der Hand

 

Gerade auf Reisen ist das praktisch, weil man eben nicht ständig ein Stativ dabei hat oder viel mehr aufbauen möchte.

Farben & Look: Die Handschrift von Hasselblad

Ein Punkt, der beim OPPO Find X9 Ultra schnell auffällt, ist der Look der Bilder. Und damit meine ich nicht nur Schärfe oder Dynamik, sondern vor allem die Farbwiedergabe.

Denn genau hier unterscheiden sich Smartphones teilweise enorm voneinander.

Viele Geräte versuchen Bilder möglichst spektakulär aussehen zu lassen: extrem gesättigte Farben, übertriebener Kontrast und ein HDR-Look, der zwar auf den ersten Blick beeindruckt, langfristig aber oft künstlich wirkt. Gerade in der Reisefotografie finde ich das schwierig, weil Orte dadurch schnell ihren eigentlichen Charakter verlieren und für mich als Fotograf ist es ohnehin wichtig, dass ich die Farben so sehe, wie ich sie fotografiere. 

Beim Find X9 Ultra verfolgt OPPO gemeinsam mit Hasselblad einen deutlich natürlicheren Ansatz: Weniger „Smartphone-Look“ Die Bilder wirken oft deutlich näher an dem, was ich sonst von klassischen Kameras gewohnt bin.

Farben bleiben natürlicher, Hauttöne wirken glaubwürdiger und gerade schwierige Lichtstimmungen wie Sonnenuntergänge oder die blaue Stunde behalten ihre Atmosphäre. Statt alles maximal bunt zu machen, versucht das System eher die tatsächliche Stimmung einzufangen.

Das klingt erstmal unspektakulär, macht aber in der Praxis einen riesigen Unterschied, vor allem wenn man viel fotografiert und Bilder später bearbeitet oder mit anderen Kameras kombiniert.

Tolle Farben sind essentiell. Zum Glück kooperiert OPPO mit Hasselblad, wodurch man sich sicher sein kann: Die Bilder werden großartig!

Die Hasselblad Farbphilosophie

OPPO setzt hier auf die sogenannte Hasselblad Natural Color Solution, also eine Farbkalibrierung, die sich stärker an klassischen Kameras orientiert.

Vor allem Rot-, Orange- und Blautöne wirken dadurch oft deutlich harmonischer. Gerade bei Sonnenuntergängen oder Nachtaufnahmen hatte ich selten das Gefühl, dass die Farben komplett überdreht werden.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Bilder langweilig wirken. Sie wirken eher kontrollierter und natürlicher. Genau deshalb gefallen mir die Ergebnisse persönlich deutlich besser als bei vielen anderen Smartphones, die oft versuchen, jedes Bild maximal „instagrammable“ wirken zu lassen. Auch mit meinen professionellen Fotokameras verfolge ich einen ähnlichen Ansatz und möchte, dass meine finalen Bilder möglichst authentisch wirken. 

 

Unterschiedliche Farbmodi im Pro Modus

Spannend wird es dann im Pro Modus, denn dort bietet OPPO verschiedene Farbprofile an, die den Look der Bilder deutlich verändern können.

Je nach Situation kann man beispielsweise:

  • neutralere Farben wählen
  • einen kontrastreicheren Look erzeugen
  • oder bewusst einen filmischeren Stil nutzen
Auch an alle die ihre Bilder nicht bearbeiten wollen, haben OPPO und Hasselblad gedacht. [Keine Extra Bearbeitung, nur Filter von Hasselblad]

Gerade für Creator oder Leute, die ihre Bilder später bearbeiten möchten, ist das extrem praktisch. Man bekommt dadurch deutlich mehr Kontrolle über das finale Ergebnis und kann den Look besser an die jeweilige Szene anpassen. Ich persönlich bearbeite meine Bilder lieber selber in Lightroom, jedoch gibt es viele User, die ohne viel Arbeit einen coolen Look in den finalen Bildern haben möchten und da sind die Hasselblad Filter eine wirklich gute Alternative.

Ich muss an der Stelle aber auch zugeben, dass ich nur selten im RAW Format fotografiert habe. Und das ganz bewusst, da die Farben des Find X9 Ultra schon so gut sind, sodass ich in der Postproduktion ohnehin kaum etwas zu tun hatte und mir so einfach viel Zeit sparen konnte! 

 

Warum Farben oft wichtiger sind als reine Schärfe

Viele sprechen bei Smartphone-Kameras immer zuerst über Megapixel oder Zoomstufen. Für mich entscheidet aber oft der Look eines Bildes darüber, ob sich ein Foto hochwertig anfühlt oder eben nicht.

Und genau deshalb ist die Zusammenarbeit mit Hasselblad für mich einer der spannendsten Aspekte am Find X9 Ultra. Nicht weil irgendwo ein Logo auf dem Gerät steht, sondern weil sich die Bilder tatsächlich bewusster und fotografischer anfühlen als bei vielen anderen Smartphones. Eben nicht den typischen überzeichneten (HDR) Look besitzt. 

Video Pro Modus: Mehr als nur „draufhalten“

Smartphones sind mittlerweile längst nicht mehr nur Werkzeuge für schnelle Fotos, sondern für viele Creator auch die wichtigste Videokamera im Alltag. Gerade auf Reisen ist das extrem praktisch: weniger Gewicht, weniger Equipment und die Möglichkeit, spontan Momente festzuhalten, ohne erst einen kompletten Kamerarucksack auspacken zu müssen.

Und genau hier wird der Video Pro Modus des OPPO Find X9 Ultra interessant, denn OPPO versucht hier nicht einfach nur möglichst viele automatische KI-Funktionen einzubauen, sondern gibt einem tatsächlich überraschend viel manuelle Kontrolle.

 

Endlich mehr Kontrolle beim Filmen

Im normalen Automatikmodus funktionieren Videos bereits ziemlich gut. Spannend wird es aber erst im Pro Modus, denn dort kann man viele klassische Kameraeinstellungen selbst beeinflussen:

  • ISO
  • Verschlusszeit
  • Weißabgleich
  • Fokus
  • Belichtung
  • Farbprofile

 

Gerade wenn man cinematischere Aufnahmen machen möchte, ist das extrem wichtig. Denn genau diese Kontrolle fehlt bei vielen Smartphones noch immer oder ist nur sehr eingeschränkt nutzbar.

Dank der Smartphone Hülle aus dem Explorer Kit lässt sich ein ND Filter kinderleicht montieren.

Warum ein variabler ND-Filter plötzlich Sinn ergibt

Besonders spannend wird das Ganze in Kombination mit einem variablen ND-Filter.

Normalerweise kennt man ND-Filter eher aus der klassischen Videografie mit Kameras. Sie reduzieren das einfallende Licht und ermöglichen dadurch natürlichere Bewegungen im Bild, weil man die Verschlusszeit kontrollieren kann.

Ohne ND-Filter passiert bei Smartphones oft Folgendes:

  • Die Kamera nutzt extrem kurze Verschlusszeiten
  • Bewegungen wirken hektisch oder „digital“
  • Videos verlieren diesen weichen cineastischen Look

 

Mit einem variablen ND-Filter kann man dagegen deutlich kontrollierter arbeiten und beispielsweise die klassische 180°-Shutter-Regel einhalten. Dadurch wirken Bewegungen natürlicher und hochwertiger (z.B. bei 25fps muss die Verschlusszeit auf 1/50, bei 50fps auf 1/100 gestellt werden). 

Dank der Smartphone-Hülle und eines Adapters aus dem Earth Explorer Kit konnte ich einen 67-mm-variablen ND-Filter direkt auf die Rückseite des Smartphones schrauben und diesen dann für alle Linsen des Find X9 Ultra nutzen. Super praktisch, wenn man professionelle Videos mit einem Smartphone aufnehmen möchte! 

 

 

Low Light Video & Blaue Stunde

Besonders beeindruckt hat mich das Gerät bei Videoaufnahmen während der blauen Stunde oder nachts in Städten. Das Find X9 Ultra liefert erstaunlich ruhige und natürliche Ergebnisse. Vor allem Neonlichter, Reflexionen oder warme Straßenbeleuchtung wirken deutlich kontrollierter als bei vielen anderen Smartphones.

Natürlich merkt man weiterhin, dass man mit einem kleinen Sensor filmt. Aber die Kombination aus guter Stabilisierung, lichtstarken Objektiven und der eher natürlichen Farbverarbeitung sorgt dafür, dass Videos oft deutlich hochwertiger aussehen als erwartet.

 

Ein echtes Creator-Tool unterwegs

Das Gerät fühlt sich beim Filmen weniger wie ein typisches Smartphone und mehr wie ein kleines Content-Creation-Tool an, mit dem man so viele unterschiedliche Szenarien abdecken kann.

Natürlich werde ich größere Produktionen weiterhin mit meiner klassischen Kamera umsetzen. Allein schon wegen Sensorgröße, Objektiven und professionellen Codecs. Aber für Social Media, Behind-the-Scenes, spontane Reels oder sogar kleinere Travel-Sequenzen ist das OPPO mittlerweile ernsthaft interessant geworden.

Und ehrlich gesagt ist genau das vermutlich die größte Stärke solcher Geräte:
Nicht unbedingt alles perfekt zu ersetzen, sondern dafür zu sorgen, dass man überhaupt häufiger filmt und kreative Momente spontan festhalten kann.

Praxis-Workflow unterwegs

Was für mich bei einem Smartphone wie dem OPPO Find X9 Ultra fast noch wichtiger ist als reine Bildqualität, ist der tatsächliche Workflow unterwegs. Denn die beste Kamera bringt am Ende wenig, wenn der gesamte Prozess auf Reisen kompliziert oder langsam wird.

Und genau hier spielen Smartphones mittlerweile ihre vielleicht größte Stärke aus: 

  1. Fotos mit dem Fix X9 Ultra aufnehmen
  2. Auswahl direkt auf dem Phone treffen
  3. Entweder Bilder auf dem OPPO bearbeiten oder…
  4. Via O+ Connect sogar an Apple Geräte wie mein Macbook drahtlos zum Bearbeiten senden 
  5. anschließend posten

 

Gerade spontane Storys, Reels oder erste Bearbeitungen lassen sich direkt vor Ort viel schneller umsetzen. Das bedeutet nicht, dass klassische Kameras obsolet werden. Für große Produktionen, Kundenprojekte oder hochwertige Prints bleiben sie für mich weiterhin unverzichtbar. Aber für viele alltägliche Reise-Momente ist der Smartphone-Workflow inzwischen einfach unglaublich effizient geworden und nimmt auf Social Media in der breiten Masse auch mehr Menschen mit. 

Fazit: Wo steht das OPPO im Vergleich zu meinem Kamera-Setup?

Nach mehreren Reisen und vielen unterschiedlichen Situationen mit dem OPPO Find X9 Ultra bleibt vor allem eine Erkenntnis hängen: Smartphones und klassische Kameras rücken immer näher zusammen. Zumindest deutlich näher, als ich es noch vor wenigen Jahren erwartet hätte.

Natürlich ersetzt das Gerät für mich keine professionelle Kamera wie meine Canon EOS R5 Mark II. Allein die Sensorgröße, die Möglichkeiten lichtstarker Objektive oder der Spielraum in RAW-Dateien sorgen weiterhin dafür, dass klassische Kameras gerade bei professionellen Produktionen, Wildlife, Events oder kommerziellen Shootings ihre klare Daseinsberechtigung haben.

Aber genau darum geht es mittlerweile eigentlich gar nicht mehr.

Viel spannender ist die Frage, wie gut ein Smartphone heute in Situationen funktioniert, in denen man früher zwangsläufig zur Kamera greifen musste. Und genau dort hat mich das OPPO wirklich überrascht. Ich war beispielsweise in Gent und Brügge unterwegs um das Find X9 Ultra zu testen und hab meine Canon Kamera komplett im Rucksack gelassen. Nicht weil ich zu faul war sie rauszuholen, sondern weil das Fotografieren mit dem OPPO so viel einfacher war.

Ich freue mich auf noch viele weitere Reisen mit dem OPPO Find X9 in meiner Hosentasche, stets bereit!

Was mich am meisten beeindruckt hat

Vor allem drei Dinge sind mir besonders positiv aufgefallen:

  • der echte 10x optische Zoom
  • die natürliche Farbwiedergabe gemeinsam mit Hasselblad
  • und die starke Low-Light-Performance während der blauen Stunde oder nachts in Städten

 

Gerade der Zoom verändert die Art, wie man mit einem Smartphone fotografiert. Plötzlich sucht man aktiv nach Details, Kompressionen oder Motiven in der Distanz. Alle die Dinge, die mit klassischen Smartphone-Kameras oft schlicht nicht möglich waren. Dazu kommt ein überraschend natürlicher Bildlook. Die Fotos wirken weniger künstlich und näher an dem, was ich aus der klassischen Fotografie gewohnt bin.

 

Wo weiterhin Grenzen liegen

Trotz aller Begeisterung gibt es natürlich weiterhin klare Grenzen. Große Sensoren liefern mehr Dynamik und Reserven. Professionelle Objektive bieten mehr Freistellung, bessere Low-Light-Performance und insgesamt mehr technische Möglichkeiten. Und auch Themen wie bewegte Motive oder extreme Situationen bleiben weiterhin die Stärke klassischer Kameras.

Vor allem wenn Kundenproduktionen, große Prints oder maximale Qualität gefragt sind, werde ich weiterhin zu meinem gewohnten Kamera-Setup greifen.

Was ist deine Meinung? Hättest du bei allen Fotos gedacht, dass sie mit einem Smartphone gemacht sind?

Warum Geräte wie dieses trotzdem wichtig sind

Und trotzdem finde ich Geräte wie das OPPO Find X9 Ultra unglaublich spannend. Nicht weil sie klassische Kameras komplett ersetzen, sondern weil sie Fotografie und Videografie deutlich zugänglicher machen.

Man fotografiert spontaner. Man filmt häufiger. Man experimentiert mehr. Und genau das ist am Ende vielleicht wichtiger als reine technische Perfektion. Denn die beste Kamera ist nicht automatisch die mit dem größten Sensor, sondern oft die, die man tatsächlich dabei hat und gerne nutzt.

Ich hab es während meiner Testzeit selber gemerkt: Ich habe das OPPO Find X9 Ultra so viel häufiger für diese kleinen Momente rausgeholt, wenn die Fotokamera im Rucksack verstaut war und es sich auf den ersten Blick vielleicht gar nicht "gelohnt" hat. Doch am Ende können genau diese Augenblicke zu unglaublich tollen Motiven führen, die man sonst verpasst hätte.

 

Was ist deine Meinung? Würdest du das OPPO Find X9 Ultra mal testen wollen? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

Hi! Ich bin´s Marcel. Fotograf und Reiseenthusiast aus Bochum. Schön, dass es dich auf meinen Blog verschlagen hat!

Inhaltsverzeichnis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert