Endlose Sandstrände, kleine Dörfer, kilometerlange Fahrradwege und dazwischen immer wieder diese typisch niederländische Dünenlandschaft: Ameland ist wie gemacht für eine tolle Zeit am Meer. Und das Beste daran? Sobald die Fähre in Richtung Insel ablegt, fühlt sich die Reise direkt nach Urlaub an.
Die niederländische Watteninsel lässt sich in wenigen Tagen wunderbar entdecken. Statt das Auto mitzunehmen, reicht ein Fahrrad, denn viele der schönsten Orte liegen entlang der zahlreichen Radwege, die sich durch Dünen, kleine Wälder und an der Küste ziehen.
In diesem Artikel nehme ich dich mit auf die Insel und zeige dir meine persönlichen Highlights auf Ameland. Von der Anreise mit der Fähre über die schönsten Orte und Strände bis hin zu Aktivitäten, Restaurants und weiteren Tipps für dein eigenes Wochenende auf der Insel.
Ameland gehört zu den fünf bewohnten niederländischen Watteninseln und liegt vor der Küste der Provinz Friesland. Zwischen Wattenmeer und Nordsee erstreckt sich die Insel über rund 25 Kilometer und genau diese überschaubare Größe macht sie für einen Kurztrip so interessant. Trotzdem ist sie groß genug, um an vielen Orten auch an einem Wochenende im Sommer eine persönliche Auszeit zu genießen. Und wer ausreichend Urlaubstage mitbringt, kann hier auch gleich eine ganze Woche oder noch länger verbringen!
Auf Ameland liegen die vier Dörfer Hollum, Ballum, Nes und Buren. Dazwischen wechseln sich offene Landschaften, Dünen, Wälder und lange Sandstrände ab. Gerade diese Mischung hat mir besonders gut gefallen: Innerhalb kurzer Zeit verändert sich die Landschaft immer wieder.
Ameland hat für mich am besten funktioniert, wenn ich mir einfach ein Fahrrad geschnappt und losgefahren bin. Die Entfernungen sind überschaubar, und unterwegs gibt es ständig einen Grund, das Fahrrad kurz abzustellen und zu Fuß weiterzugehen: Sei es für einen Abstecher durch die Dünen, einen Kaffee in einem der kleinen Orte oder einfach ein paar Minuten am Strand.
Genau deshalb braucht es für Ameland auch keinen minutiös geplanten Tagesablauf. Viel schöner ist es, sich ein paar Orte herauszusuchen, die man unbedingt sehen möchte, und den Rest unterwegs zu entdecken. Ich werde den Artikel daher so formulieren, dass ich zwar Tageszeiten an die jeweiligen Orte hefte, jedoch nicht in einer festen Reihenfolge. So kannst du dir ganz frei aussuchen, wann und was du auf Ameland erleben möchtest.
Schon die Anreise gehört für mich ein bisschen zum Erlebnis dazu. Ameland ist nicht über eine Brücke mit dem Festland verbunden und wird von Holwert aus mit der Fähre erreicht. Spätestens wenn das Festland langsam hinter einem verschwindet, man den Wind in den Haaren und die Sonne im Gesicht spürt, beginnt das richtige Inselgefühl.
Wenn du (aus Deutschland) mit dem Auto anreist, kannst du dein Fahrzeug auf dem Festland in Holwert abstellen und anschließend als Fußpassagier übersetzen. Ein Auto braucht man auf Ameland meiner Meinung nach nicht und spätestens mit einem Fahrrad bist du auf der Insel ohnehin deutlich flexibler unterwegs. Viele Orte lassen sich auch gar nicht mit dem Auto erreichen. Lass dein Auto also ganz entspannt am Hafen stehen und genieß die kommenden Tage zu Fuß oder mit dem Rad.
Wer mit viel Gepäck anreist (vermutlich eher für einen längeren Aufenthalt oder sich beim Packen mal wieder nicht entscheiden kann), hat die Möglichkeit das Gepäck auch zur Unterkunft liefern zu lassen, sodass das eigene Auto hierfür ebenfalls nicht gebraucht wird.
Die reguläre Fähre benötigt etwa 50 Minuten für die Überfahrt nach Nes. Daneben gibt es eine schnellere Verbindung, die die Fahrzeit deutlich verkürzt. Besonders an Wochenenden, Feiertagen und während der Ferien lohnt es sich, die Verbindung im Voraus zu reservieren und ausreichend Zeit für die Anreise zum Fährterminal einzuplanen. Die Tickets für die Fähre bekommst du übrigens hier.
Wenn ich mich für nur eine Art der Fortbewegung entscheiden müsste, um Ameland zu erkunden, wäre es definitiv das Fahrrad. Auf der Insel gibt es ein hervorragend ausgebautes Radwegenetz, über das sich nahezu alle Orte erreichen lassen. Dabei geht es nicht nur darum, möglichst schnell von A nach B zu kommen. Die Wege selbst sind Teil des Erlebnisses. Mal führen sie durch offene Dünenlandschaften, mal durch kleine Wälder, und kurze Zeit später radelt man direkt am Wattenmeer oder an einer Ortschaft entlang.
Dank der überschaubaren Entfernungen eignet sich Ameland auch hervorragend für entspannte Fahrradtouren. Wer sportlich unterwegs ist, kann problemlos große Teile der Insel an einem Tag erkunden. Ich würde mir allerdings bewusst mehr Zeit nehmen und unterwegs immer wieder anhalten. Ob für Fotos oder einfach nur zum Genießen. Dadurch wird es auch nach einigen Tagen nicht einseitig und jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken!
Genau diese Freiheit passt für mich unglaublich gut zur Insel.

Ein Fahrrad kannst du direkt nach der Ankunft rund um den Fährhafen oder in den verschiedenen Orten der Insel mieten. Neben klassischen Fahrrädern stehen natürlich auch E-Bikes zur Verfügung. Ich habe mein Bike hier reserviert. Gerade bei starkem Gegenwind kann Letzteres auf einer Nordseeinsel durchaus angenehm sein. Oder wenn der Wecker im Sommer doch sehr früh klingelt, um den Sonnenaufgang im Osten der Insel zu erleben, und der Körper noch nicht ganz bereit ist, 100% zu geben.
Das wahrscheinlich bekannteste Wahrzeichen Amelands steht im Westen der Insel bei Hollum. Der rot-weiß gestreifte Leuchtturm Bornrif, dessen Licht erstmals am 10. Mai 1881 entzündet wurde, ist schon während der Überfahrt auf die Insel in einiger Entfernung zwischen den Dünen zu erkennen und gehört für mich zu den Orten, die bei einem ersten Besuch einfach dazugehören.
Besonders schön ist allerdings nicht nur der Leuchtturm selbst, sondern auch die Landschaft rundherum. Zahlreiche Wege führen durch die Dünen und in Richtung Nordseestrand, sodass sich ein Besuch wunderbar mit einer Fahrradtour oder einem Spaziergang verbinden lässt.
Wer möchte, kann den Leuchtturm außerdem besteigen und Ameland aus einer völlig anderen Perspektive erleben. Geöffnet hat er im Sommer täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr (im Herbst und Winter jeweils kürzer) und kann für 7,30€ (Stand 2026) besucht werden.
Nes ist für viele Besucher der erste Ort, den sie auf Ameland kennenlernen. Der Fährhafen befindet sich etwas südlich des Dorfes und entsprechend lebendig geht es hier zu. In den vielen Gassen und engen Straßen lassen sich einige historische Häuser sowie weitere Sehenswürdigkeiten (wie eine alte Mühle) entdecken.
Im historischen Zentrum findest du zahlreiche Restaurants, Cafés und kleine Geschäfte. Dadurch eignet sich Nes besonders gut für einen entspannten Abend nach einem langen Tag auf dem Fahrrad. Für mich ist die Ortschaft auch die perfekte Basis für mein Wochenende, da es hier erstens viele Unterkunftsmöglichkeiten gibt und zweitens die Fahrzeit zu beiden Seiten der Insel, dank der zentralen Lage nahezu identisch ist. Hier gibt es zahlreiche Unterkünfte wie Campingplätze, Ferienwohnungen oder Hotels.
In Nes befindet sich außerdem das Tourismusbüro der Insel: VVV Ameland, wo du tagsüber zahlreiche Informationen und Tipps rund um deinen Besuch bekommst. Auch lassen sich dort viele Tagestouren buchen.
Je weiter du nach Osten fährst, desto ruhiger wird es auf Ameland. Rund um das Naturgebiet Het Oerd übernehmen Dünen, Salzwiesen und weite Landschaften wieder vollständig die Hauptrolle. Selbst das wirklich gut ausgebaute Radnetz endet ab einem gewissen Punkt, sodass es ab dann nur noch auf ausgewählten Wegen durch die Dünen oder entlang des Strandes weitergeht. Vor allem zum Sonnenaufgang bin ich hier quasi keinem anderen Menschen begegnet.
Wer Natur sucht und etwas mehr Zeit mitbringt, sollte deshalb unbedingt auch diesen Teil der Insel einplanen. Gerade im Vergleich zu den Orten rund um Nes oder Hollum zeigt sich hier noch einmal eine vollkommen andere Seite Amelands.
Eine ganz andere Seite von Ameland erwartet dich entlang des Deichs im Süden der Insel. Statt auf die offene Nordsee blickst du hier über die weite Landschaft des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer, das sich mit Ebbe und Flut ständig verändert. Der Deich eignet sich wunderbar für einen längeren Spaziergang oder eine entspannte Fahrradtour – mit bestem Blick über das Watt und auf die zahlreichen Vögel, die hier ihren Lebensraum finden. Besonders bei schönem Licht am Morgen oder am Abend lohnt es sich, etwas mehr Zeit mitzubringen und die Ruhe zu genießen.
Eine Insel im Wattenmeer ohne ausgedehnten Strandbesuch? Für viele logischerweise kaum vorstellbar. Die Nordseite Amelands besteht praktisch aus einem einzigen, kilometerlangen Sandstrand. Trotzdem unterscheiden sich die einzelnen Abschnitte in ihrer Atmosphäre.
Der Strand rund um Hollum lässt sich wunderbar mit einem Besuch des Leuchtturms verbinden. Vom Bornrif führen verschiedene Wege durch die Dünen in Richtung der Nordsee. Wer dem Strand in Richtung Westen folgt, kann in der Ferne sogar die Seehundbank entdecken. Mit einem Fernglas lassen sich die Tiere somit auch vom Strand aus beobachten. Wie du noch näher rankommst, erfährst du im Laufe des Artikels!
Gerade die Kombination aus Leuchtturm, Dünen und Strand macht den Westen der Insel für mich zu einem der schönsten Bereiche Amelands.
Solltest du an einem der Strände auf Robben oder Seehunde treffen, so bewahre bitte ausreichend Abstand und beobachte die Tiere nur aus einer großen Entfernung.

Wenn du etwas mehr Ruhe suchst, lohnt sich die Fahrt Richtung Buren und weiter in den Osten. Je weiter man sich von den größeren Strandzugängen entfernt, desto leerer wird es. Wobei ich dazu sagen muss: Ameland kam mir an keinem Tag wirklich voll vor, und egal, an welchem Strand ich zum Sonnenaufgang oder -untergang war, hatte ich fast immer meine Ruhe. Trotzdem ist es hier natürlich auch tatsächlich leerer als an den Strandabschnitten, die näher an den Ortschaften liegen.
Und genau hier zeigt Ameland für mich eine seiner schönsten Seiten: Fahrrad abstellen, durch die Dünen laufen und plötzlich liegt ein scheinbar endloser Strand vor einem.
Gerade morgens und abends lohnt sich ein Besuch besonders. Das tief stehende Licht bringt Struktur in die Dünen und den Sand und gleichzeitig bringt das warme Sonnenlicht so viel mehr Farbe in die Landschaft.
Wer in oder rund um Nes übernachtet, erreicht den Nordseestrand schnell, sei es mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Hier findest du einen breiten Sandstrand, mehrere Restaurants sowie verschiedene Anbieter von Strandaktivitäten.
Egal, welchen Strand du besuchst: Achte bitte darauf, die Dünen nur auf den angelegten Wegen und Pfaden zu überqueren und nicht einfach querfeldein zu laufen. Die Dünen können dadurch beschädigt werden. Sie sind ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten und spielen zudem eine wichtige Rolle als Puffer bei Hochwasser und Sturmfluten. Bleib deshalb auf den ausgewiesenen Wegen und hilf dabei, diese besondere Landschaft auch für zukünftige Besucher zu erhalten.
Wenn du zwischendurch etwas mehr Action suchst, solltest du Strandsegeln – auch Blokarten genannt – ausprobieren. Dabei sitzt du nur wenige Zentimeter über dem Boden in einem dreirädrigen Gefährt, an dem ein großes Segel befestigt ist. Angetrieben wirst du ausschließlich vom Wind und kannst damit erstaunlich schnell über den breiten Sandstrand fahren.
Gerade die langen und weitläufigen Strände von Ameland bieten dafür perfekte Bedingungen. Nach einer kurzen Einweisung geht es direkt auf den Strand, wo du schnell ein Gefühl dafür bekommst, wie du mit dem Segel Geschwindigkeit aufnimmst und den Blokart steuerst. Für mich war es das erste Mal und nach nur wenigen Minuten hatte ich den Dreh raus und bin über den Strand gefegt.
Ich bin ca. 90 Minuten vor Schließung dort gewesen und war die einzige Person, die so spät noch gefahren ist. Dadurch hatte ich den ganzen Strand für mich! Gebucht habe ich bei Ameland Adventure.
Meinen persönlich schönsten Morgen auf Ameland habe ich mit einer Wanderung durch die Dünenlandschaft im Inselosten begonnen. Während viele noch schlafen, ist es hier besonders ruhig und mit etwas Glück hast du die Wege fast vollständig für dich allein.
Besonders schön fand ich den Pfad durch die weitläufige Feuchtlandschaft. Über schmale Wege und kleine Holzstege geht es an Feuchtgebieten, Dünen und dichter Vegetation vorbei, während langsam das erste Morgenlicht über die Landschaft fällt. Dazu gibt es eigentlich nur den Wind, das Rascheln der Gräser und die zahlreichen Vögel zu hören. Ein Teleobjektiv oder ein Fernglas lohnt sich hier besonders, um Flora und Fauna zu beobachten oder zu fotografieren!
Wer Ameland besucht, sollte das Wattenmeer auch einmal aus nächster Nähe erleben. Bei Ebbe zieht sich das Wasser weit zurück und gibt eine Landschaft frei, die sonst unter der Nordsee verborgen liegt. Bei einer geführten Wattwanderung erfährst du mehr über diesen besonderen Lebensraum, seine Tiere und den Einfluss der Gezeiten. Ich hab es während meines Besuchs leider nicht geschafft. Ich habe aber schon an anderen Stellen in der Nordsee diesen einmaligen Lebensraum besuchen dürfen.
Auf eigene Faust solltest du dich allerdings niemals weit ins Watt hinauswagen. Die Flut kann schneller zurückkehren als erwartet, Priele können sich plötzlich mit Wasser füllen und Orientierung sowie Entfernungen sind im offenen Watt leicht zu unterschätzen. Schließe dich deshalb einer geführten Tour mit ortskundigen Wattführern an, denn so bist du sicher unterwegs und erfährst nebenbei deutlich mehr über das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer.
Zu einem Besuch im Wattenmeer gehören natürlich auch seine wohl bekanntesten Bewohner. Rund um Ameland werden verschiedene Bootsausflüge angeboten, bei denen du mit etwas Glück Seehunde und Kegelrobben beobachten kannst. Für ca. 20 € habe ich eine zweistündige Tour zu den Sandbänken gebucht, die du auch von Hollum aus beobachten kannst. Nur kommt das Boot natürlich deutlich näher an die Tiere heran, sodass mit Kamera und Handy tolle Fotos entstehen. Gebucht habe ich diese Tour.
Wenn du auf dem Schiff bist, sichere dir draußen auf der rechten Seite einen Platz im Umlauf und geh nicht hoch aufs Sonnendeck. Nutze eines der wenigen Löcher in der Brüstung, um die Robben möglichst tief angeschnitten zu fotografieren. Durch den tieferen Winkel bekommst du den Horizont hinter die Tiere, wodurch die Fotos deutlich harmonischer wirken als aus einer höheren Perspektive.
Eine entspannte Möglichkeit, noch einmal eine ganz andere Seite Amelands kennenzulernen, ist eine Tour mit dem EcoCar. Los geht es direkt am Natuurcentrum Ameland in Nes, von wo aus du gemeinsam mit einem Guide in kleinen, vollelektrischen Buggys über die Insel fährst.
Die Tour führt unter anderem durch die offene Polderlandschaft südlich von Nes und hinauf auf den Deich. Von hier aus hast du einen tollen Blick über das Wattenmeer und erfährst zugleich mehr über die besondere Landschaft, die Gezeiten sowie die Tier- und Pflanzenwelt der Insel. Gerade die Kombination aus entspannter Fahrt und den vielen Informationen des Guides hat mir gut gefallen.

Nach einigen Stunden auf dem Fahrrad gehört gutes Essen definitiv zum Inselwochenende dazu. Die größte Auswahl an Restaurants und Cafés findest du in Nes und Hollum. Gerade in Nes lässt sich der Abend wunderbar mit einem Spaziergang durch den Ortskern und anschließendem Essen verbinden.
Durch die Lage mitten im Wattenmeer spielen natürlich auch Fisch und andere Produkte aus der Region eine Rolle. Gleichzeitig findest du auf der Insel von kleinen Cafés bis hin zu moderneren Restaurants eine überraschend große Auswahl.
Wie bereits erwähnt, ist die kulinarische Auswahl auf Ameland überraschend groß. Neben klassischen Fischgerichten und regionalen Spezialitäten habe ich auf vielen Speisekarten auch vegetarische und vegane Optionen entdeckt. Auf der Insel werden die unterschiedlichsten Geschmäcker und Ernährungsweisen bedient. Gerade für eine vergleichsweise kleine Insel hat mich die Vielfalt wirklich positiv überrascht.
Bravo Ameland – direkt am Strand, nördlich von Nes gelegen.
De Hekseketel – im Herzen von Nes zu finden.
Overzee Hotel-Restaurant Ameland – ebenfalls in Nes angesiedelt.
Da meine Unterkunft ebenfalls in Nes liegt, habe ich mich bei der Wahl meiner Restaurants vornehmlich auf diese Siedlung konzentriert. Du findest aber in jedem Ort und an vielen Strandaufgängen weitere tolle Optionen. Ich bin schon oft in den Niederlanden gewesen und habe dort wirklich noch nie schlecht gegessen!
Für einen ersten Besuch auf Ameland würde ich mindestens ein langes Wochenende mit drei Nächten einplanen. Die Insel ist klein genug, um in dieser Zeit bereits viele unterschiedliche Ecken kennenzulernen, gleichzeitig aber abwechslungsreich genug, dass du nicht das Gefühl bekommst, nach einem Tag schon alles gesehen zu haben. Du kannst hier aber auch ganz entspannt eine ganze Woche oder noch länger verbringen, vor allem im Sommer, wenn es einen ohnehin viel zum Strand verschlägt.
Gerade wenn du Ameland mit dem Fahrrad erkunden, zwischendurch wandern und auch etwas Zeit am Strand verbringen möchtest, würde ich die Tage nicht zu voll packen. Such dir lieber einige Highlights aus diesem und anderen Artikeln heraus und lass genügend Zeit für spontane Stopps unterwegs.
Welche Jahreszeit sich am besten eignet, hängt vor allem davon ab, was du auf Ameland erleben möchtest. Frühling und Frühsommer sind ideal für Fahrradtouren und Wanderungen, wenn die Natur wieder grüner wird und außerhalb der großen Ferienzeiten noch etwas weniger los ist.
Im Sommer kannst du deine Zeit auf dem Fahrrad perfekt mit längeren Strandpausen verbinden. Gleichzeitig ist dies natürlich eine der beliebtesten Reisezeiten, weshalb du Fähre und Unterkunft möglichst früh buchen solltest. Während meines Aufenthalts (vor den Sommerferien) hätte ich mit deutlich mehr Andrang gerechnet.
Aber auch der Herbst hat auf einer Nordseeinsel seinen ganz eigenen Charme. Wind, wechselhaftes Wetter und dramatische Wolken gehören dann einfach zum Erlebnis dazu und machen einen langen Strandspaziergang mit anschließendem Kaffee eigentlich nur noch gemütlicher.
Ameland hat mich vor allem mit seiner Mischung aus Natur, Ruhe und vielen Möglichkeiten, die Insel aktiv zu entdecken, überrascht. Innerhalb weniger Minuten fährst du mit dem Fahrrad zwischen kleinen friesischen Dörfern, weiten Dünenlandschaften, dem Wattenmeer und scheinbar endlosen Sandstränden hin und her.
Für mich waren es gerade diese kleinen und spontanen Momente, die Ameland besonders gemacht haben: Früh morgens über Holzstege durch die noch ruhige Dünenlandschaft laufen, mit dem Fahrrad ohne großes Ziel über die Insel fahren oder einfach am Strand stehen und aufs Meer schauen.
Zum Abschluss noch einmal die wichtigsten Tipps für deine Reise nach Ameland kompakt zusammengefasst:
🚢 Auto auf dem Festland lassen: Für ein Wochenende brauchst du auf Ameland meiner Meinung nach kein Auto. Parke in Holwert und setze als Fußpassagier mit der Fähre über.
🚲 Fahrrad mieten: Für mich die mit Abstand schönste Art, die Insel zu entdecken. Die Radwege sind hervorragend ausgebaut und bereits die Strecken zwischen den einzelnen Orten sind Teil des Erlebnisses.
🌊 Zeit für den Strand einplanen: Nicht nur kurz vorbeischauen! Gerade morgens und abends sind die langen Strände und Dünenlandschaften besonders schön.
🥾 Auch den Osten entdecken: Rund um Het Oerd wird Ameland ruhiger und ursprünglicher. Besonders eine Wanderung am frühen Morgen durch die Dünen und Feuchtgebiete lohnt sich.
🦭 Das Wattenmeer erleben: Eine geführte Wattwanderung bietet eine ganz andere Perspektive auf die Insel. Geh jedoch niemals unvorbereitet auf eigene Faust weit ins Watt hinaus.
📅 Mindestens drei Nächte einplanen: Damit hast du genug Zeit für Fahrradtouren, Wanderungen, Aktivitäten und entspannte Stunden am Meer, ohne von Highlight zu Highlight hetzen zu müssen. Und vielleicht ist genau das der beste Grund, irgendwann wiederzukommen und noch länger auf Ameland zu bleiben!
Hi! Ich bin´s Marcel. Fotograf und Reiseenthusiast aus Bochum. Schön, dass es dich auf meinen Blog verschlagen hat!