4 Tage in Kaunas – meine persönlichen Highlights und Tipps

Zwischen historischer Architektur, lebendiger Kultur und überraschend viel Natur hat mich Kaunas vom ersten Moment an begeistert. Vier Tage lang habe ich Litauens zweitgrößte Stadt erkundet und dabei einige echte Highlights entdeckt. In diesem Artikel teile ich meine persönlichen Tipps, Lieblingsorte und Erfahrungen für einen Städtetrip nach Kaunas.

Kaunas auf einen Blick: Geschichte, Lage und erste Eindrücke

Kaunas liegt im Herzen Litauens und ist mit rund 300.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Die Stadt befindet sich am Zusammenfluss der beiden größten Flüsse Litauens, der Nemunas (Memel) und der Neris, die das Stadtbild bis heute prägen. Dank ihrer zentralen Lage ist Kaunas nicht nur ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, sondern auch ein kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes.

Die Geschichte von Kaunas reicht bis ins Mittelalter zurück. Über Jahrhunderte entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Handelsplatz und spielte eine wichtige Rolle im Baltikum. Besonders interessant: Zwischen 1920 und 1940 war Kaunas die provisorische Hauptstadt Litauens. Nachdem Vilnius damals zu Polen gehörte, übernahm Kaunas für zwei Jahrzehnte die Rolle des politischen und kulturellen Zentrums des Landes. Aus dieser Zeit stammen viele der markanten Gebäude, die das Stadtbild noch heute prägen.

Vor allem die Altstadt hat es mir angetan. Hier mit einer tollen Sicht vom Aleksoto Aussichtspunkt

In den letzten Jahren hat sich Kaunas zunehmend zu einem attraktiven Reiseziel entwickelt. Internationale Aufmerksamkeit erhielt die Stadt insbesondere durch den Titel als Kulturhauptstadt Europas 2022. Dennoch gehört Kaunas noch immer zu den eher unbekannten Städtereisezielen Europas und genau das macht für mich einen großen Teil des Charmes aus.

Als ich in Kaunas ankam, fiel mir sofort die angenehme Mischung aus historischer Architektur, grünen Freiräumen und moderner Stadtkultur auf. Die Stadt wirkt deutlich entspannter als viele andere europäische Metropolen und bietet zugleich genug Abwechslung, um problemlos mehrere Tage dort zu verbringen. Genau deshalb habe ich vier Nächte in Kaunas verbracht und die Stadt sowohl zu Fuß als auch mit einigen der zahlreichen elektrischen Scooter erkundet. In den nächsten Kapiteln zeige ich dir meine persönlichen Highlights und Tipps für deinen eigenen Städtetrip nach Litauen.

Den heutigen Blogpost möchte ich gerne etwas anders aufbauen als die bisherigen: Keine feste Tagesstruktur, sondern die Destination genauer vorstellen und meine persönlichen Highlights zeigen, damit du ganz individuell für jeden Tag schauen kannst, was du wann machen möchtest!

Anreise nach Kaunas und Aufenthaltsdauer

Für meinen Städtetrip nach Kaunas habe ich mich für die Direktverbindung von Ryanair ab Köln entschieden. Aus Bochum ist man ja zum Glück schnell dort! Die Flugzeit beträgt nur rund zwei Stunden, sodass sich die litauische Stadt hervorragend für einen Kurztrip eignet. Besonders praktisch: Man landet direkt in Kaunas und erspart sich zusätzliche Transfers innerhalb des Landes. Für gerade einmal 1,60 € kann das örtliche Flughafen-Shuttle in Richtung Innenstadt genutzt werden. Ein Bus, der seine Abfahrtszeiten an die Ankünfte der Flieger anpasst und deutlich günstiger als ein Bolt oder Taxi ist

Alternativ gibt es zahlreiche Verbindungen mit airBaltic. Diese führen jedoch in den meisten Fällen über das Drehkreuz in Riga und sind daher etwas zeitaufwendiger. Wer Wert auf eine möglichst unkomplizierte Anreise legt, sollte daher einen Blick auf Direktflüge werfen. Und ich muss dazu sagen: Ryanair hat mich wirklich positiv überrascht. Gepäckabgabe in Köln, Pünktlichkeit beim Einsteigen und beim Abflug waren in beiden Fällen makellos!

Besonders im Frühling, wenn die ganze Stadt blüht, lohnt sich ein Besuch in Kaunas.

Grundsätzlich halte ich drei Nächte für einen Besuch in Kaunas für völlig ausreichend. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich entspannt erkunden, und gleichzeitig bleibt genügend Zeit, um die Atmosphäre der Stadt auf sich wirken zu lassen. In meinem Fall habe ich mich jedoch am Flugplan von Ryanair orientiert und bin montags nach Kaunas geflogen und freitags wieder zurückgereist. Mit airBaltic gibt es quasi tägliche Optionen, aber wie gesagt nur mit Umstieg. Wer mehr Zeit mitbringt, könnte auch noch ein paar Tage nach Riga und von dort wieder heim fliegen.

Da mein Hinflug erst am Abend ankam und der Rückflug bereits am Morgen startete, entsprachen die vier Übernachtungen letztlich etwa drei volle Tage vor Ort. Rückblickend war das für mich die perfekte Reisedauer. So blieb genug Zeit, die Stadt ohne Stress zu entdecken, einige Ausflüge in die Umgebung zu unternehmen und auch einfach mal durch die Straßen von Kaunas zu schlendern, ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen.

Was erwartet einen in Kaunas?

Kaunas ist eine Stadt der Kontraste. Historische Architektur trifft auf moderne Kultur, lebendige Straßencafés auf ruhige Uferpromenaden und urbane Atmosphäre auf überraschend viel Natur. Genau diese Mischung hat für mich den besonderen Reiz der Stadt ausgemacht. Dazu kommt noch, dass Kaunas als Destination noch nicht so überlaufen ist, wie andere Reiseziele in der Region. Dadurch kann man sich auch noch ganz entspannt einen Tisch in den vielen Restaurants aussuchen, seine Ruhe auf einer Parkbank genießen und sich nicht Schulter an Schulter durch Museen oder Innenstädte schieben.

Wer nach Kaunas reist, kann sich auf eine kompakte und angenehm entschleunigte Stadt freuen, die sich hervorragend zu Fuß erkunden lässt. Die historische Altstadt mit ihren Kirchen, Plätzen und verwinkelten Gassen bildet das Herzstück der Stadt. Gleichzeitig sorgen moderne Viertel, Street-Art-Projekte und zahlreiche kulturelle Einrichtungen dafür, dass Kaunas alles andere als ein reines Freilichtmuseum ist.

 

Und wenn es doch mal schneller von A nach B gehen muss (Für den Sonnenaufgang zum Beispiel), dann habe ich sehr gerne auf die elektrischen Scooter von Bolt zurückgegriffen. Mit verschiedenen Tagespässen lässt sich einiges an Geld sparen und noch viel wichtiger: Die Scooter dürfen nur in bestimmten Zonen geparkt werden (Meistens am Anfan und am Ende eines Blocks), sodass nicht die ganze Stadt vollgestellt ist. Wer die Zonen ignoriert muss automatisch bei Bolt Strafe zahlen. Ein gutes System, wie ich finde.

Egal ob Natur, historische Altstadt oder Museum. Kaunas hat unglaublich viel zu bieten.

Besonders überrascht hat mich, wie grün die Stadt ist. Durch die Lage am Zusammenfluss von Nemunas und Neris sowie die vielen Parks und Naherholungsgebiete spielt die Natur im Stadtbild eine deutlich größere Rolle, als ich es von vielen anderen europäischen Städten gewohnt bin. Mit dem Kauno-Marios-Stausee liegt zudem eines der schönsten Ausflugsziele der Region nur wenige Autominuten vom Stadtzentrum entfernt. Wer etwas Kultur in sein Programm integrieren möchte, wird ebenfalls fündig: Zahlreiche Museen und historische Gebäude warten darauf, besucht zu werden. Mehr dazu in einem späteren Kapitel. 

Auch kulinarisch hat Kaunas einiges zu bieten. Von traditionellen litauischen Gerichten bis hin zu modernen Cafés und Restaurants findet man hier eine große Auswahl, ohne dass die Stadt dabei überlaufen oder touristisch wirkt. Wie bereits erwähnt, hatte ich nie Probleme, einen Tisch zu bekommen. Auch ohne Reservierungen.

Insgesamt ist Kaunas für mich ein ideales Ziel für alle, die eine europäische Stadt abseits der bekannten Klassiker entdecken möchten. Die Stadt bietet genug Sehenswürdigkeiten für mehrere Tage, wirkt dabei aber deutlich entspannter als viele andere Städtereiseziele in Europa.

Die Altstadt von Kaunas entdecken

Wie in vielen europäischen Städten beginnt auch in Kaunas ein Großteil des touristischen Lebens in der Altstadt. Gleichzeitig hatte ich hier nie das Gefühl, mich durch Menschenmassen schieben zu müssen. Kurz zur Einordnung: Ich war vom 11. bis 15. Mai dort. Das Wetter war extrem angenehm mit 20 Grad und Sonnenschein, die Straßen aber noch leer, da die Hauptsaison noch nicht gestartet war. Die historische Innenstadt lädt dazu ein, einfach ohne festes Ziel durch die Straßen zu schlendern und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Das Zentrum der Altstadt ist der Rathausplatz mit dem markanten weißen Rathaus, das aufgrund seiner eleganten Form auch als „Weißer Schwan“ bekannt ist. Im Gebäude selber befinden sich zum einen ein Büro des lokalen Tourismus sowie ein Museum, welches tagsüber besucht werden kann. Mein Highlight: Der Aufstieg bis nach oben auf den Turm, auch wenn man leider nur durch kleine Fenster nach draußen schauen kann.

Rund um den Platz befinden sich zahlreiche historische Gebäude, Cafés und Restaurants, die an warmen Tagen für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Jedoch wurde der Platz während meines Besuches grundlegend erneuert, weshalb eher eine große Baustelle anzutreffen war. Am Abend, wenn die Bauarbeiten ruhen, kann man hier trotzdem angenehm in einem der Restaurants sitzen. Da bereits die Gehwegplatten verlegt wurden, gehe ich davon aus, dass ein Ende der Bauarbeiten in Sicht ist.

Bereits unmittelbar um den Rathausplatz gibt es schon zahlreiche tolle Fotomotive, die im Abendlicht wunderschön aussehen.

Von dort aus lohnt es sich, die kleinen Gassen der Altstadt zu erkunden. Immer wieder stößt man auf beeindruckende Kirchen, historische Fassaden oder versteckte Innenhöfe. Besonders gefallen hat mir die Mischung aus unterschiedlichen Baustilen, die von der langen Geschichte der Stadt erzählt und an vielen Ecken neue Fotomotive bietet.

Hier ein paar meiner Highlights, die tolle Fotomotive abgeben:

  • Kirche von St. Francis
  • Burg von Kaunas
  • Zusammenfluss von Memel und Neris (+ die umliegenen Parks)
  • Die Straße Vilniaus gatvé mit ihren Seitenarmen und der Kathedrale St. Peter
  • Aussichtspunkt Aleksoto
  • Vytautas-Magnus-Kirche

 

Und wie so oft gilt natürlich der Fototipp: Morgens und Abends vorbeikommen, denn dann sind die Straßen nicht nur leerer, auch das Licht ist weicher und lebendiger, wodurch die Farben im Himmel, auf den Fassaden und der Umgebung deutlich freundlicher wirken. Die gesamte Liste liegt zu Fuß nur wenige Minuten auseinander.

Der Eichenpark und die grünen Seiten von Kaunas

Eine Sache, die mir während meines Aufenthalts immer wieder aufgefallen ist: Kaunas ist unglaublich grün. Egal, in welchem Teil der Stadt man unterwegs ist, früher oder später landet man wieder in einer Parkanlage, an einem Flussufer oder auf einer der vielen Grünflächen. Genau das macht die Stadt für viele so angenehm und lebenswert.

Besonders gefallen hat mir der Eichenpark (Ąžuolynas), der als einer der größten innerstädtischen Eichenwälder Europas gilt. Zwischen den alten Bäumen verlaufen zahlreiche Wege, die sich perfekt für einen entspannten Spaziergang eignen. Trotz der Nähe zur Stadt fühlt man sich hier teilweise eher wie in einem Wald als in einer Großstadt. Gerade an warmen Tagen bietet der Park eine willkommene Abwechslung zum Sightseeing in der Altstadt.

Doch der Eichenpark ist nur ein Beispiel für die vielen grünen Rückzugsorte in Kaunas. Auch entlang der Flüsse Memel (Nemunas) und Neris laden breite Wege immer wieder zu Spaziergängen ein. Besonders die Uferbereiche vermitteln eine angenehme Ruhe und zeigen eine ganz andere Seite der Stadt als die historischen Gassen im Zentrum.

Nicht nur bei den Touristen sind die vielen Parks innerhalb der Stadt Kaunas beliebt. Die Einheimischen genießen ihre Zeit hier genauso.

Ein weiterer Ort, den man nicht verpassen sollte, ist die Nemuno-Insel mitten im Fluss. Hier befindet sich unter anderem die moderne Žalgirio Arena, die Heimat des bekannten Basketballvereins der Stadt. In den letzten Jahren sind rund um die Arena attraktive Grünflächen, Spazierwege und Aufenthaltsbereiche direkt am Wasser entstanden. Von hier aus hat man zudem schöne Ausblicke auf die Skyline von Kaunas.

Insgesamt hatte ich oft das Gefühl, dass die Natur in Kaunas nicht nur eine Ergänzung zur Stadt ist, sondern ein fester Bestandteil des Stadtlebens. Die vielen Parks, Grünanlagen und Flussufer sorgen dafür, dass man selbst nach mehreren Stunden Sightseeing immer wieder Orte findet, an denen man sich kurz entschleunigen kann. Vor allem, wenn man, wie ich, von frühmorgens bis spät abends unterwegs ist, sind solche Orte einfach nur goldwert, um die eigene Batterie wieder aufzuladen. 

Street Art in Kaunas – vom Pink Elephant bis zur Hofgalerie

Als ehemaliger Kunst-LK-Schüler kann ich an Orten wie diesen natürlich gar nicht einfach vorbeigehen. Umso mehr hat es mich gefreut zu sehen, dass Kaunas neben seiner historischen Architektur und den zahlreichen Museen auch eine lebendige Street-Art-Szene besitzt. Überall im Stadtgebiet stößt man auf große Wandgemälde, kleine Kunstwerke und kreative Installationen, die der Stadt einen modernen und künstlerischen Charakter verleihen.

Eines der bekanntesten Motive ist der „Pink Elephant“. Das riesige Wandgemälde gehört mittlerweile zu den Wahrzeichen der modernen Stadt, als Symbol der Liebe und ist ein beliebter Fotostopp. Gleichzeitig zeigt es, wie kreativ und offen sich Kaunas in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

Sag ehrlich: Läufst du an solchen Orten eher vorbei oder bleibst du stehen?

Mein persönliches Highlight war jedoch die Kiemo galerija (Hofgalerie). Was zunächst wie ein gewöhnlicher Innenhof wirkt, entpuppt sich schnell als eines der spannendsten Kunstprojekte der Stadt. Die Galerie ist aus einer Nachbarschaftsinitiative hervorgegangen, bei der Künstler gemeinsam mit Anwohnern einen Hinterhof in einen lebendigen Ausstellungsraum verwandelt haben.

Zwischen den Gebäuden finden sich Wandmalereien, Fotografien, Skulpturen und zahlreiche persönliche Erinnerungsstücke der Bewohner. Dadurch wirkt die Hofgalerie deutlich authentischer als viele klassische Street-Art-Spots. Man hat das Gefühl, nicht nur Kunst zu betrachten, sondern gleichzeitig einen Einblick in das Leben und die Geschichte des Viertels zu erhalten.

Laisvės alėja – die Lebensader von Kaunas

Während die Altstadt vor allem mit ihrer Geschichte begeistert, zeigt sich entlang der Laisvės alėja das moderne und lebendige Gesicht von Kaunas. Die rund 1,6 Kilometer lange Fußgängerzone verbindet die Altstadt mit der Neustadt und gilt als eine der längsten Fußgängerstraßen Europas. Sie ist außerdem das perfekte Beispiel dafür, wie einfach es ist, sich in Kaunas zu Fuß zwischen den einzelnen Stadtteilen hin- und herzubewegen. Kaum nervige Ampeln, auf die man warten muss, keine gefährlichen Straßenüberquerungen.

Hier spielt sich ein großer Teil des alltäglichen Lebens ab. Einheimische treffen sich in Cafés, Studenten sitzen auf den Bänken entlang der Allee und Besucher schlendern entspannt zwischen Geschäften, Restaurants und historischen Gebäuden hin und her. Gerade deshalb lohnt es sich, die Laisvės alėja nicht nur als Verbindung zwischen zwei Sehenswürdigkeiten zu betrachten, sondern hier bewusst etwas Zeit zu verbringen. Vor allem an wärmeren Tagen bietet die angelegte Allee wunderbaren Schatten, es gibt mehrere Eisdielen und Brunnen, womit wärmere Temperaturen hier perfekt bekämpft werden können! 

Ich weiß nicht, wie oft ich diese Straße entlang gelaufen bzw. auf dem Radstreifen gefahren bin. Hier kommt man unweigerlich vorbei!

Auch architektonisch gibt es entlang der Allee einiges zu entdecken. Viele Gebäude stammen aus der Zeit, als Kaunas zwischen 1920 und 1940 die Hauptstadt Litauens war. Diese Epoche hat das Stadtbild bis heute geprägt und sorgt dafür, dass sich die Neustadt deutlich von vielen anderen Städten im Baltikum unterscheidet. Generell ist die Geschichte der Stadt ein stetiger Begleiter. Egal ob in Gesprächen mit Einheimischen, auf Infotafeln in der Stadt oder in Museen. Die Vergangenheit ist nicht vergessen und prägt die Bewohner von Kaunas bis heute. Das merkt man!

Wer zwischendurch eine Pause einlegen möchte, findet entlang der Laisvės alėja zahlreiche Cafés und Restaurants. Für mich war die Straße deshalb nicht nur ein Ort zum Sightseeing, sondern auch immer wieder ein angenehmer Ausgangspunkt, um zur Ruhe zu kommen. Ob mir einen Snack zum Mittagessen oder ein Eis am Nachmittag. Ich habe mich mehrfach auf den Bänken wiedergefunden und einfach nur die Zeit in Kaunas genossen, ohne von Ort zu Ort zu tingeln.

Das Pažaislis-Kloster – ein Highlight in Kaunas

Etwas außerhalb des Stadtzentrums gelegen, zählt die barocke Klosteranlage zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Litauens und hat mich während meines Aufenthalts besonders begeistert. Bereits die Anfahrt lohnt sich. Das Kloster liegt eingebettet in eine grüne Umgebung unweit des Kauno-Marios-Stausees (dazu kommen wir gleich nochmal im Detail) und wirkt dadurch fast wie eine kleine Oase der Ruhe. Während in der Innenstadt das städtische Leben pulsiert, geht es hier deutlich entspannter zu.

Die Anlage wurde im 17. Jahrhundert erbaut und gilt als eines der bedeutendsten Beispiele barocker Architektur in ganz Osteuropa. Schon von außen beeindrucken die harmonischen Proportionen und die markante Kirche mit ihrer Kuppel. Im Inneren erwarten Besucher kunstvolle Fresken, aufwendig gestaltete Verzierungen und eine Atmosphäre, die den historischen Charakter des Ortes bis heute bewahrt hat.

Ein Blick für kleine Details ist bei einem Besuch auf jeden Fall wichtig, denn es gibt unglaublich viel zu entdecken.

Das Kloster kann während seiner Öffnungszeiten besucht werden, die du auf jeden Fall nochmal vor deinem Besuch checken solltest, denn an Feiertagen können sie schon mal vom Regelbetrieb abweichen. Tickets für Erwachsene kosten 10 €, wobei man damit auch einen relativ großen Bereich des Klosters besuchen kann. Der Teil, in dem die Nonnen wohnen, ist jedoch für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Aus Fotografensicht ist es natürlich immer schöner so eine Anlage am frühen Morgen oder zur späteren Stunde zu besuchen, wenn das Licht sanfter ist. Leider ist das in vielen Fällen wegen der Öffnungszeiten unmöglich – so auch hier! Also unbedingt einen Polfilter mitnehmen, damit die Farben auch tagsüber gut wirken. 

 

Meine gesamte Fotoausrüstung findest du übrigens hier aufgelistet! Von Kameras, über Objektive und meine Drohnen bis hin zu den richtigen Filtern.

 

Wer die Anlage in der Hauptsaison besichtigt, kann sich im angrenzenden Café etwas zu trinken und zu essen holen und seinen Mittag in schöner Atmosphäre genießen. Sogar ein 4-Sterne-Hotel ist auf dem Gelände zu finden, in den ehemaligen Räumlichkeiten des Klosters, klein und exklusiv. Und wenn es mal etwas Besonderes zu feiern gibt, kann man im angrenzenden Restaurant sehr fein speisen. Immer wieder spannend, mit welchen Ideen solche Klosteranlagen refinanziert und unterhalten werden, oder?

Kauno Marios – Natur direkt vor den Toren der Stadt

Eine der größten Überraschungen meines Aufenthalts in Kaunas war, wie schnell man das Stadtzentrum hinter sich lassen und inmitten der Natur stehen kann. Nur wenige Kilometer östlich der Innenstadt erstreckt sich der Kauno Marios, der größte Stausee Litauens – ein beliebtes Naherholungsgebiet für Einheimische und zugleich ein Ort, den viele Städtereisende vermutlich gar nicht auf dem Schirm haben. Und hier liegt übrigens auch das Pažaislis-Kloster. Mir hat die Gegend so gut gefallen, dass ich nochmal zum Sonnenaufgang zurückgekehrt bin, denn ich wollte unbedingt bei besserem Licht den See und die umliegenden Wälder fotografieren.

Der Stausee entstand in den 1950er-Jahren durch die Aufstauung der Nemunas und prägt heute die Landschaft rund um Kaunas. Entlang des Ufers finden sich zahlreiche Spazierwege, kleine Aussichtspunkte und grüne Rückzugsorte, die einen spannenden Kontrast zur historischen Altstadt bilden. Wenn ich mir die Menge an kleinen Booten in den Hafenbecken so ansehe, dann wird der See im Sommer von den Einheimischen definitiv auch sehr ausgiebig genutzt. Aus guten Gründen! Hier ist es einfach schön.

Das goldene Morgenlicht taucht die ganze Umgebung in warme Farben. Auch das Kloster sieht von außen nochmal schöner aus!

Ich habe mir morgens eine Bolt-Fahrt zum See bzw. Kloster bestellt. Da ich aber relativ schnell mit meinen Fotos fertig war (der Sonnenaufgang ist Mitte Mai ja schon früh), hatte ich Sorge, keinen Fahrer für den Rückweg zu finden, da das Kloster doch etwas außerhalb liegt. Es wäre daher sicherer, auch wenn ich eine Fahrt erhalten habe, die Rückfahrt in der App schon vorzureservieren. So kommt man auf jeden Fall wieder zurück in die Stadt.

 

Besonders gefallen hat mir die Kombination aus Wasser, Wäldern und den sanften Hügeln der Umgebung. Während viele europäische Städte ihre Naturerlebnisse eher außerhalb der Stadtgrenzen bieten, gehört die Nähe zur Natur in Kaunas ganz selbstverständlich zum Gesamterlebnis. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann hier problemlos mehrere Stunden verbringen – sei es bei einem Spaziergang entlang des Ufers, einer kleinen Wanderung oder einfach, um die Aussicht zu genießen. Meine Tage waren durch mein Projekt für den lokalen Tourismus relativ vollgepackt und lang, daher habe ich mich gefreut, nach dem Sonnenaufgang nochmal für eine Stunde die Augen im Hotel schließen zu können.

Museen und Kultur – drei Highlights in Kaunas

Kaunas überrascht nicht nur mit seiner Architektur und vielen grünen Ecken, sondern auch mit seinem kulturellen Angebot. Selbst wenn Museen normalerweise nicht ganz oben auf meiner Prioritätenliste stehen, gibt es in Kaunas einige außergewöhnliche Häuser, die einen Besuch definitiv wert sind. Drei davon sind mir besonders in Erinnerung geblieben: 

Das Rathaus von Kaunas

Mitten in der Altstadt steht eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt: das Rathaus von Kaunas. Wie bereits im Abschnitt über die Altstadt erwähnt, dominiert das elegante weiße Gebäude den Rathausplatz. Heute befindet sich im Inneren ein Museum, das spannende Einblicke in die Geschichte von Kaunas und die Entwicklung der Stadt bietet.

Interaktive Abschnitte, Fotos aus der Vergangenheit und Zeitzeugenberichte geben einen guten Einblick, insbesondere in das letzte Jahrhundert, in dem Kaunas nicht nur von der Sowjetunion, sondern auch von Nazi-Deutschland besetzt wurde. Für 10 € pro Erwachsenem kann man das Museum während der Öffnungszeiten besichtigen.

Bild 1: Museum im keller des Rathauses, Bild 2 & 3 Art-Déco-Museum

Das Art-Déco-Museum

Eine echte Überraschung war für mich das Art-Déco-Museum. Viele Besucher verbinden Litauen zunächst mit mittelalterlicher Architektur oder sowjetischer Geschichte, doch Kaunas verfügt über eine bemerkenswerte Sammlung von Gebäuden aus der Zwischenkriegszeit.

Das hängt eng mit der Zeit zusammen, als Kaunas zwischen 1920 und 1940 die Hauptstadt Litauens war. In diesen Jahren entstand ein großer Teil der heutigen Neustadt mit ihren modernen Bauwerken im Stil des Art Déco und der Moderne.

Das Museum vermittelt einen spannenden Eindruck davon, wie die wohlhabenden Stadtbewohner damals lebten. Liebevoll eingerichtete Räume, originale Möbel und zahlreiche Details machen die Geschichte greifbar und bieten einen interessanten Perspektivwechsel abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten.

Doch was dieses Museum so besonders macht, ist die Art und Weise, wie man es besucht. Mit einer kleinen Gruppe wird man innerhalb von zwei Stunden durch die Wohnung geführt, wobei man beispielsweise auch am Eingang die Schuhe ausziehen muss. Die gesamte Führung ist dabei sehr interaktiv. Man setzt sich hin, hört Geschichten, kann Dinge ausprobieren und fühlt sich ein wenig in eine andere Zeit zurückversetzt. Wer sich für Architektur oder Design interessiert, sollte diesen Ort unbedingt auf seine Liste setzen. Der Preis für Erwachsene beträgt 25€. 

 

Das Devils Museum

Wahrscheinlich ist das Devils Museum das ungewöhnlichste Museum der Stadt. Schon der Name macht neugierig, und tatsächlich handelt es sich um eine Sammlung, die man so vermutlich kein zweites Mal findet. Das Museum widmet sich ausschließlich den Darstellungen von Teufeln und Dämonen aus aller Welt. Über mehrere Etagen hinweg begegnet man hunderten Figuren, Masken, Schnitzereien und Kunstwerken unterschiedlichster Herkunft. Mal wirken die Exponate düster, mal humorvoll oder sogar skurril.

Was zunächst etwas kurios klingt, entwickelt sich schnell zu einem überraschend spannenden Museumsbesuch. Gleichzeitig erhält man interessante Einblicke in den Volksglauben, die Traditionen und die kulturellen Unterschiede verschiedener Länder. Gerade weil das Konzept so außergewöhnlich ist, gehört das Devils Museum für mich zu den interessantesten Museen in Kaunas. Der Künstler (Antanas Žmuidzinavičius), dem die Figuren über seine Lebzeiten geschenkt wurden, war jedoch eigentlich Maler und eine der wichtigsten Figuren der Kunst des 20. Jahrhunderts. Direkt nebenan können sein Wohnhaus und sein Atelier besucht werden, in denen sich eine Ausstellung seiner Arbeiten befindet.

Der Eintrittspreis pro Erwachsenem beträgt 10€.

Bild 1 & 2: Devils Museum, Bild 3: Atelier des Künstlers Antanas Žmuidzinavičius

Insgesamt zeigen diese drei Museen sehr gut, wie vielfältig die Kulturszene der Stadt ist. Zwischen Geschichte, Architektur und einer der wohl ungewöhnlichsten Sammlungen Europas bietet Kaunas deutlich mehr kulturelle Abwechslung, als ich vor meiner Reise erwartet hätte, und ich muss zugeben, ich hatte wirklich Spaß in den Museen!

Kulinarische Empfehlungen für Kaunas

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Für gutes Essen bin ich einfach immer zu haben und in Kaunas gibt es zahlreiche Optionen!

Die Stadt bietet eine große Auswahl an Restaurants, Cafés und Bars – von traditioneller litauischer Küche bis hin zu modernen Fine-Dining-Konzepten. Besonders rund um den Rathausplatz und entlang der 1,6 Kilometer langen Laisvės alėja reiht sich ein Restaurant an das nächste. Wer gerne neue Lokale entdeckt, wird hier garantiert fündig.

 

Eine meiner Empfehlungen ist das Žaliukė Restaurant, ein familiengeführtes Restaurant mit viel Tradition und Geschichte.

 

Hier stehen vor allem klassische litauische Gerichte auf der Speisekarte. Besonders bekannt ist das Restaurant für seinen Schaschlik, der über offenem Feuer zubereitet wird. Wer die lokale Küche kennenlernen möchte, findet hier einen authentischen Einstieg.

 

Ein völlig anderes Erlebnis erwartet die Besucher auf der Dachterrasse des ibis Styles Kaunas Centre im Sky9Terrace.

 

Hier durfte ich ein besonderes Tasting-Konzept von Chefkoch Rolandas Matulaitis erleben. Die Gerichte sind von Kaunas selbst inspiriert und verbinden urbane Einflüsse mit der Natur der Region sowie lokalen Zutaten. Dabei entstehen moderne Kreationen, die nicht nur geschmacklich überzeugen, sondern auch zeigen, wie vielseitig die litauische Küche interpretiert werden kann.

 

Ebenfalls in Erinnerung geblieben ist mir das Park Avenue. Das Restaurant befindet sich in einem charmanten Gebäude im Landhausstil und setzt auf hochwertige saisonale Zutaten.

 

Besonders spannend ist die Kombination aus asiatischen und europäischen Einflüssen, die für kreative Gerichte sorgt, ohne dabei überladen zu wirken. Für mich war es einer der Orte, an denen man sich gerne etwas mehr Zeit für ein Abendessen nimmt.

Na? Da kann man schon mal Appetit bekommen, oder?

Egal ob traditionelle litauische Küche, moderne Interpretation regionaler Zutaten oder internationale Einflüsse – die Auswahl ist groß und die Preise im Vergleich zu vielen westeuropäischen Städten oft noch angenehm moderat. Wer Kaunas besucht, sollte sich deshalb nicht nur Zeit für die Sehenswürdigkeiten nehmen, sondern auch für die Restaurants und Cafés der Stadt.

Wo übernachten in Kaunas?

Während meines Aufenthalts habe ich im Victoria Hotel Kaunas übernachtet und war mit der Lage sehr zufrieden. Das Hotel befindet sich zwischen Altstadt und Bahnhof und eignet sich damit hervorragend als Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden.

 

Besonders praktisch fand ich die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Der Bus zum Flughafen hält nur wenige Schritte entfernt, und auch Abstellplätze für die in Kaunas weit verbreiteten Bolt-Scooter befinden sich direkt in der Nähe. So lassen sich längere Strecken innerhalb der Stadt schnell und unkompliziert zurücklegen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Nähe zum Akropolis Shopping Center, das in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar ist. Dort befinden sich zahlreiche Geschäfte, Restaurants und auch ein Supermarkt – praktisch, wenn man sich unterwegs mit Snacks oder Getränken versorgen möchte.

Bis zur historischen Altstadt sind es vom Hotel etwa 2,8 Kilometer. Diese Strecke lässt sich problemlos zu Fuß zurücklegen; mit einem Scooter ist man innerhalb weniger Minuten mitten im Zentrum.

Tourismusverbände buchen für mich immer wunderschöne Hotels. Aber sind wir mal ehrlich: Ein sauberes Zimmer und gemütliches Bett reicht für einen Städtetrip!

Einen ebenfalls sehr guten Eindruck hat auf mich das ibis Styles Kaunas Centre gemacht, das direkt am Bahnhof liegt. Zwar habe ich dort nicht übernachtet, aber ich war für ein Abendessen auf der Dachterrasse zu Gast. Die moderne Ausstattung, die zentrale Lage und der Blick über die Stadt machen das Hotel definitiv zu einer interessanten Alternative.

Grundsätzlich bietet Kaunas eine große Auswahl an Unterkünften. Sowohl auf Expedia als auch auf Airbnb finden sich zahlreiche Hotels, Apartments und Ferienwohnungen für unterschiedliche Budgets. Mein Tipp wäre jedoch, bei der Auswahl auf die Lage zu achten. Die meisten Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Fotospots befinden sich rund um die historische Altstadt und die Laisvės alėja. Wer seine Unterkunft in diesem Bereich oder zumindest in fußläufiger Entfernung wählt, spart sich viele Wege und kann die Stadt deutlich entspannter erkunden.

Die beste Reisezeit für Kaunas

Grundsätzlich lässt sich Kaunas das ganze Jahr über besuchen, denn jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz. Welche Reisezeit die beste ist, hängt vor allem davon ab, was du während deines Aufenthalts erleben möchtest.

Für einen klassischen Städtetrip würde ich die Monate von Mai bis September empfehlen. In dieser Zeit sind die Temperaturen meist angenehm, die Cafés und Restaurants verfügen über Außenbereiche und die zahlreichen Parks und Grünflächen zeigen sich von ihrer schönsten Seite. Gerade die langen Sommerabende sorgen dafür, dass man nach einem Tag voller Sehenswürdigkeiten noch genügend Zeit hat, durch die Altstadt zu schlendern oder am Flussufer zu entspannen.

Ich selbst war im Mai in Kaunas unterwegs und fand die Bedingungen ideal. Die Stadt wirkte lebendig, ohne überlaufen zu sein, und die vielen Grünflächen machten einen großen Teil des Charmes aus, vor allem, weil die ganzen Blumen bereits geblüht hatten, die Temperaturen aber noch nicht ganz so warm waren. Besonders entlang der Flüsse, im Eichenpark und rund um die Nemuno-Insel konnte man wunderbar Zeit im Freien verbringen.

So viele schöne Motive und Perspektiven gibt es in Kaunas zu entdecken.

Auch der Herbst dürfte für Fotografen besonders interessant sein. Die zahlreichen Parks und Baumalleen färben sich dann in warme Gelb-, Orange- und Rottöne und bilden einen schönen Kontrast zur historischen Architektur der Stadt. Gleichzeitig sind deutlich weniger Besucher unterwegs als in den Sommermonaten, wobei es, wie gesagt, im Mai ebenfalls sehr leer war.

Wer es winterlich mag, kann Kaunas auch in der kalten Jahreszeit besuchen. Die Weihnachtsbeleuchtung sorgt für eine besondere Atmosphäre, und viele Sehenswürdigkeiten lassen sich auch bei niedrigen Temperaturen problemlos erkunden. Im letzten Winter hatte die Stadt sogar über einen recht langen Zeitraum Schnee, was mit den Lichtern der dunklen Jahreszeit sicher nochmal schöner aussah! 

Letztendlich gibt es aus meiner Sicht keine schlechte Reisezeit für Kaunas. Die Stadt ist kompakt, vielseitig und bietet unabhängig von der Jahreszeit eine gelungene Mischung aus Kultur, Geschichte und Natur. Für den ersten Besuch würde ich jedoch die Monate zwischen spätem Frühling und frühem Herbst bevorzugen, wenn sich das Leben besonders stark nach draußen verlagert und Kaunas seine grüne Seite voll ausspielen kann.

Weitere Sehenswürdigkeiten für deinen Besuch in Kaunas

Neben den Orten, die ich bereits ausführlicher vorgestellt habe, gibt es in Kaunas noch einige weitere Sehenswürdigkeiten, die sich definitiv lohnen. Für ein eigenes Kapitel wären sie vielleicht etwas zu speziell, auf deine persönliche Liste für den Städtetrip gehören sie aber trotzdem:

  •  Christi-Auferstehungskirche: Die größte Basilika im Baltikum beeindruckt bereits von außen. Besonders lohnenswert ist die Aussichtsplattform auf dem Dach, von der aus man einen großartigen Blick über Kaunas genießen kann.
  • Vytautas-Magnus-Kriegsmuseum: Das Kriegsmuseum bietet spannende Einblicke in die Geschichte Litauens und gehört zu den bekanntesten Museen der Stadt. Auch der Vorplatz mit seinen Denkmälern ist sehenswert.
  • IX. Fort und Gedenkstätte KZ Kauen: Das ehemalige Fort ist heute ein Museum und eine Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust. Ein bewegender Ort, der einen wichtigen Teil der Geschichte von Kaunas erzählt.
  • Staumauer der Kauno Marios: Die gewaltige Staumauer des größten Stausees Litauens ist ein interessantes Ausflugsziel und lässt sich gut mit einem Besuch des Pažaislis-Klosters verbinden.
  • Standseilbahn und Aleksotas-Aussichtspunkt: Mit der historischen Standseilbahn gelangt man auf den Aleksotas-Hügel. Oben wartet einer der schönsten Ausblicke über die Altstadt und den Zusammenfluss von Nemunas und Neris.

 

Vielleicht nicht gerade die Top-Highlights von Kaunas, aber auch diese Orte kann man perfekt in seine Tage einbauen!

Besonders gefallen hat mir die Mischung aus den klassischen Sehenswürdigkeiten der Altstadt, den grünen Parkanlagen, Orten wie dem Pažaislis-Kloster oder dem Kauno Marios sowie den vielen kleinen Entdeckungen entlang der Straßen und Flussufer. Hinzu kommen eine vielfältige Gastronomieszene und ein Preisniveau, das vielerorts noch angenehm moderat ist.

Wenn du auf der Suche nach einem etwas anderen Städtetrip bist und Lust hast, eine europäische Stadt abseits der bekannten Klassiker kennenzulernen, kann ich dir Kaunas definitiv empfehlen. Drei volle Tage reichen aus, um die wichtigsten Highlights zu entdecken – und vielleicht geht es dir am Ende genauso wie mir: Du fragst dich, warum diese charmante Stadt noch immer so vielen Reisenden unbekannt ist.

Hi! Ich bin´s Marcel. Fotograf und Reiseenthusiast aus Bochum. Schön, dass es dich auf meinen Blog verschlagen hat!

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